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21.9.2017 : 1:35 : +0200

Empfehlungen zur Schutzgasauswahl zum Schweißen nichtrostender Stähle

Schutz der Schweißnaht

Die Hauptaufgaben des Schutzgases bestehen darin, den Schweißbereich während des Schweißvorgangs vor atmosphärischen Einflüssen, also vor Oxidation und Stickstoffnahme, zu schützen und den Lichtbogen zu stabilisieren. Die Auswahl des Schutzgases kann einen Einfluß auf die Eigenschaften des Lichtbogens haben.

MSG-Schweißen

Die Weiterentwicklung der Schweißmaschinen und die Auswahl des Schutzgases trägt zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit beim MSG-Schweißen bei. Dies hat zu einem größeren Einsatz des MSG-Prozesses geführt.

Das Basisgas zum MSG-Schweißen ist ein Inertgas - Argon (Ar) oder Helium (He) oder eine Mischung von beiden. Weiterhin kann durch einen geringfügigen Zusatz von Sauerstoff (O2) oder Kohlendioxid (CO2) der Lichtbogen stabilisiert und das Fließverhalten und die Qualität des Schweißguts verbessert werden. Für nichtrostende Stähle sind außerdem Schutzgase mit geringen Mengen Wasserstoff (H2) erhältlich.

 

WIG- und Plasmaschweißen

Im Normalfall wird zum WIG-Schweißen als Schutzgas Argon, Helium oder eine Mischung aus Beiden eingesetzt. In einigen Fällen wird Stickstoff (N2) und/oder Wasserstoff (H2) hinzugefügt, um bestimmte Eigenschaften zu erzielen.

Schutzgase mit Wasserstoff können beispielsweise für viele herkömmliche Edelstähle zur Erhöhung der Produktivität eingesetzt werden. Ferritische Stähle und Duplexstähle dürfen jedoch nicht mit wasserstoffhaltigen Schutzgasen verschweißt werden. Wenn Stickstoff zugefügt wird, können dadurch die Eigenschaften des Schweißguts verbessert werden.

Oxidierende Gasanteile werden nicht hinzugefügt, weil sie die Wolframelektrode zerstören.