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18.11.2017 : 1:52 : +0100

Vorwärmen und Zwischenlagentemperatur

Vorwärmen kann aus folgenden Gründen angewendet werden:

  • um die Feuchtigkeit vor dem Schweißen zu entfernen, z. B. beim Schweißen auf Baustellen;
  • um Unregelmäßigkeiten beim Kaltstart zu vermeiden;
  • um einen Wärmeausgleich beim Schweißen sehr großer Dickenunterschiede zu erzielen;
  • um die Auswirkungen der Abkühlungen beim Schweißen dicker Teile zu vermindern.

Die Zeitdauer der Temperaturbeaufschlagung muss so kurz wie möglich sein, um nachteilige Auswirkungen zu vermeiden. Eine zu hohe Vorwärmtemperatur kann die Festigkeit der Verbindung negativ beeinflussen. Durch die Verwendung von Argon-Helium-Gemischen oder Helium anstelle von Argon kann die Vorwärmtemperatur möglicherweise reduziert werden, oder es kann fallweise auf das Vorwärmen vollständig verzichtet werden.

Die Zwischenlagentemperatur sollte aus folgenden Gründen überwacht werden:

  • um einer Verminderung der mechanischen Eigenschaften durch Überhitzung vorzubeugen;
  • um die Größe der Erweichungszone in der WEZ zu vermindern;
  • um das Ausmaß der Ausscheidungen in der WEZ, z. B. durch Überaltern, zu vermindern.

Es wird empfohlen, dass die Temperatur der Verbindung bei Beginn jeder der aufeinander folgenden Schweißraupen die entsprechenden Werte, die in der Tabelle aufgeführt sind, nicht überschreitet.

Grundwerkstoff Maximale Vorwärmtemperatur [°C] Maximale Zwischen-lagentemperatur [°C]
Nichtaushärtbare Legierungen (1xxx, 3xxx, 5xxx, AlSi-Guss, AlMg-Guss) 120 120
Aushärtbare Legierungen (6xxx, AlSiMg-Guss, AlSiCu-Guss) 120 100
7xxx 100 80